Das erzählt mir der April – Himmel und Gras
„Himmel und Gras“ ist kein Motiv.
Es ist ein Geruch.
Der Hof meines Opas.
Tiere.
Der erste Schnitt im Mai.
Diese Wärme ist anders als jede andere im Jahr.
Sie legt sich nicht schwer auf die Haut.
Sie steht klar in der Luft.
Ich bin über die frischen Grasschwaden gehüpft,
mit Sonne im Nacken,
mit nackten Armen,
mit diesem Gefühl von Weite, das nur Kinder wirklich kennen.
Der Duft von geschnittenem Gras.
Warm. Süß. Grün.
Irgendwann lag ich zwischen den Schwaden.
Links Gras.
Rechts Gras.
Ein weicher Wall.
Und über mir dieser Himmel.
Mal eine Wolke, die langsam zieht.
Mal eine Möwe, die schreit.
Mal einfach nur Blau.
Es hat immer zum Träumen eingeladen.
Als Kind war man sich sicher,
dass man eigentlich fliegen könnte.
Ich habe mich in die Wolken gedacht,
habe mir dort oben mein eigenes Schloss gebaut
und bin einfach geblieben.
Nur Himmel.
Und Gras.
Diese Färbung trägt genau dieses Gefühl.
Weite.
Grün als Schutz.
Licht als Raum.
Das frische, helle Grün des ersten Schnitts.
Das offene Blau darüber.
Die Wärme, die nicht drängt – sondern hält.
Es ist ein Ort, an den ich immer wieder zurückkehre.

